Lebensmittel Luft

Lebensmittel Luft

Ein Mensch nimmt täglich ca. ein Kilogramm feste und drei Kilogramm flüssige Nahrung zu sich. Im selben Zeitraum transportiert er ungefähr 15 Kilogramm Luft durch seine Lungen. Diese Statistik zeigt, wie wichtig Luft ist.

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Ihre Qualität kann erhebliche Auswirkungen auf unser Wohlbefinden und in längerer Folge auf unsere Gesundheit haben. Unangenehme Gerüche, Schadstoffe oder Allergene werden als negative Gesundheitsfaktoren oft unterschätzt. Neben gesunder Ernährung und Sport sollte hohe Luftqualität als ein bedeutender Faktor für ein gesundes Leben betrachtet werden.

Luftbelastung in Innenräumen

Moderne Fenster und Türen schließen Innenräume nahezu luftdicht ab. Diese Maßnahmen sind sinnvoll, da damit Energie gespart und der Raum ohne hohen Heizaufwand angenehm warmgehalten werden kann. Gleichzeitig gelangt dadurch aber auch wenig Frischluft in den Raum und Schadstoffe sowie Allergene können sich ansammeln.

Die möglichen Ursachen für Belastungen der Raumluft sind vielfältig – sie reichen von Reinigungsmitteln über Kochdunst bis hin zu diversen Materialien der Inneneinrichtung. Da wir durchschnittlich 60% unserer Lebenszeit in unseren eigenen vier Wänden verbringen, ist es besonders wichtig, die Belastungen aus den verschiedenen Schadstoffquellen möglichst gering zu halten.

Die Auswirkungen von Schadstoffen

Manche Schadstoffe wirken sich erst ab einer gewissen Konzentration schädlich auf die Gesundheit aus. Dazu zählen zum Beispiel Lösungsmittel und Formaldehyd. Andere Stoffe, wie zum Beispiel Benzol, haben schon in geringer Menge erhebliche Auswirkungen auf den Menschen oder die Umwelt.

Wie stark sich Schadstoffe auswirken, ist meist individuell verschieden. Manche Menschen reagieren zum Beispiel mit Hautreizungen auf bestimmte Chemikalien, andere reagieren in hohem Maße sensibel auf intensive Gerüche. Besonders für Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind Schadstoffe in der Luft gefährlich, weshalb man nach überstandener Krankheit stets auf Frischluft achten sollte. Auch für Kinder, Schwangere, ältere Menschen und Personen mit Atemwegsproblemen ist die Luftqualität von besonderer Bedeutung. Wenn der Aufenthalt in bestimmten Räumen oder Gebäuden immer wieder zu schlechtem Wohlbefinden oder Krankheit führt, ist das ein Anzeichen für das sogenannte Sick building Syndrom. Dieses tritt meist bei längeren Aufenthalten in Gebäuden auf, die den gesundheitlichen Standards nicht entsprechen. Es äußert sich in Allergien, Infektionen und Verschlechterung von bestehenden Asthma-Erkrankungen.

Grenz- und Richtwerte für den Innenraum

Gesetzlich verbindliche Richtwerte (MAK-Werte) für Schadstoffe in Innenräumen existieren nur für Arbeitsplätze, an denen potenziell gesundheitsschädigende Substanzen eingesetzt werden. An klimatisierten Arbeitsplätzen umfassen die Richtlinien zum Beispiel die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und Luftgeschwindigkeit. Für Büros und Wohnräume gelten die sogenannten Innenraum-Richtwerte, die deutlich niedriger als die MAK-Werte angesetzt sind. Diese Richtwerte werden laufend aktualisiert und sind hier einsehbar.

Höhere Raumluftqualität durch mechanische Belüftung

Diverse Studien zeigen, dass die Raumluftqualität in mechanisch belüftet Wohnungen deutlich besser ist als in Wohnungen, in denen der Luftaustausch manuell über Fensterlüftung erfolgt. Die Belastung durch Feinstaub, Pollen und Schimmelpilzsporen wird durch den kontinuierlichen Luftaustausch und die hochwertige Filterung gesenkt und auch die Konzentration flüchtiger Stoffe, wie zum Beispiel Lösungsmittel und Formaldehyd, ist bei der mechanischen Belüftung geringer. Die automatische Lüftung ist eine wichtige Investition in die Lebensqualität, da sie sowohl die Wohnqualität als auch den Gesundheitsstandard in einem Haus deutlich hebt.