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Intelligente Energieversorgung - Multivalente Hoval Energiezentrale für Produktionshalle und Verwaltung

Georg Meyer Tischfabrik | Goldenstedt - Lutten
Georg Meyer Tischfabrik | Goldenstedt - Lutten

Bei der Georg Meyer Tischfabrik in Goldenstedt verbindet Hoval Bestand und Neubau zu einem intelligent geregelten Gesamtsystem. Zwei Heizzentralen versorgen Produktion und Verwaltung zuverlässig mit Wärme, Prozesswärme und Kälte.

  • Produktionshalle
  • Renovierung
  • Wärmepumpe, Gas
Die Georg Meyer Tischfabrik wurde 1932 gegründet und zählt zu den führenden Möbelherstellern in Norddeutschland. Am Standort in Lutten entstehen Objektmöbel für Gastronomie, Hotellerie, Pflege- und Sozialeinrichtungen sowie Büroeinrichtungen. Mit der kontinuierlichen Erweiterung des Produktionsstandorts stiegen auch die Anforderungen an die Energieversorgung. Ab Sommer 2022 modernisierte Hoval zunächst die bestehende Heizzentrale und wurde im weiteren Verlauf auch in die Planung der neuen Produktionshalle eingebunden. „Für uns war entscheidend, eine zuverlässige Energieversorgung für Produktion und Verwaltung zu schaffen. Am Standort müssen Wärme, Prozesswärme und Kälte bedarfsgerecht zur Verfügung stehen“, so Frank Witte, Geschäftsführer Georg Meyer Tischfabrik.

Multivalentes Energiesystem verbindet Bestand und Neubau in einer intelligenten Gesamtlösung

Die bestehende Wärmeversorgung war über viele Jahre mit dem Unternehmen mitgewachsen. Wärme aus einer externen Biogasanlage wurde bereits genutzt, die Versorgung war jedoch nicht immer ausreichend zuverlässig. Auch das alte Verteilsystem entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen. Daher modernisierte Hoval zunächst die bestehende Heizzentrale mit einem UltraGas D (700), einem TransShare Verteiler und der Einbindung des vorhandenen biogasbetriebenen Blockheizkraftwerks. Reicht die Wärme aus der Biogasanlage nicht aus, gleicht der UltraGas die fehlende Leistung automatisch aus.
Parallel entstand eine neue Produktionshalle mit Bürogebäude. Für die zusätzlichen Anforderungen an Heizen und Kühlen konzipierte Hoval eine zweite Heizzentrale mit zwei Belaria dual AR (60) Luft-Wasser Wärmepumpen, zwei EnerVal G (2500), einem EnerVal G cool (2500), einem TransShare Verteiler sowie einem TransShare Kälteverteiler.

„Ziel war es, die bestehende Heizzentrale und die neue Energiezentrale miteinander zu verbinden. So kann der Standort optimal betrieben werden, ohne einzelne Komponenten unnötig groß zu dimensionieren“,

erklärt Eric Hormann, Gebietsverantwortlicher bei Hoval Deutschland.

Unterschiedliche Temperaturniveaus sicher geregelt

Die besondere Herausforderung lag in der Verbindung von Bestandsanlage, Neubau, verschiedenen Energiequellen und unterschiedlichen Temperaturniveaus. Während einzelne Bestandsbereiche und Prozessanlagen höhere Temperaturen benötigen, kommt die neue Halle mit niedrigeren Temperaturen aus, unter anderem über Betonkernaktivierung beziehungsweise Flächenheizung. „Gerade bei einem über Jahrzehnte gewachsenen Standort weiß man oft nicht mehr im Detail, warum einzelne Anlagenbereiche ursprünglich so gebaut wurden. Genau darin lag die Herausforderung: Bestand und Neubau so zu verbinden, dass alle Wärmeverbraucher zuverlässig mit dem passenden Temperaturniveau versorgt werden“, so Hormann.

Abwärme und vorhandene Wärme gezielt nutzen

Ein zentraler Bestandteil der Lösung ist die Nutzung vorhandener Energiequellen. „Uns war wichtig, vorhandene Energiequellen bestmöglich zu nutzen. Die Abwärme von drei Kompressoren wird in das System eingebunden und vorrangig für die Beheizung der Hallen, des Bürogebäudes sowie für Prozesswärme genutzt“, so Witte. Auch die Wärme aus der Biogasanlage wird bevorzugt eingesetzt. Erst wenn diese Wärmequellen nicht ausreichen, übernehmen Gaskessel oder Wärmepumpen die zusätzliche Wärmebereitstellung. Ergänzend nutzt die Georg Meyer Tischfabrik Photovoltaikstrom von den Hallenflächen, um die Eigenstromnutzung am Standort zu erhöhen.

Alles im Blick mit HovalConnect

Hoval lieferte das komplette Regelsystem. Es verbindet Bestandsanlagen und neue Komponenten, koordiniert beide Heizzentralen und stellt Wärme und Kälte bedarfsgerecht bereit. Über HovalConnect haben die Verantwortlichen jederzeit Zugriff auf Temperaturen und Anlagenbereiche. So kann auch bei Sonderschichten oder veränderten Betriebszeiten flexibel reagiert werden.

„Dieses Projekt zeigt sehr gut, wie wichtig es bei Gewerbe- und Industrieanlagen ist, nicht nur einzelne Geräte, sondern eine Gesamtlösung zu betrachten. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Erzeugern, Verteilung, Speichern, Hydraulik und Regelung“

Eric Hormann, Gebietsverantwortlicher bei Hoval Deutschland

Veröffentlichung im August 2026