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Stets genügend Warmwasser

Stets genügend Warmwasser

voestalpine Stahl Donawitz GmbH in Leoben, Steiermark
  • Produktionshalle
  • Neubau
  • Speicher/Trinkwassererwärmung

Das Hüttenwerk ist ein Stahlwerk in Donawitz und Sankt Peter-Freienstein bei Leoben in der Obersteiermark. Die Betriebsstätte der voestalpine-Gruppe ist besonders durch die erste Anwendung des Linz-Donawitz-Verfahrens zur Stahlproduktion weltbekannt. Der größere Teil der rund 1,5 Millionen Jahrestonnen umfassenden Stahlproduktion wird zu Eisenbahnschienen verarbeitet, was das Werk zur größten Schienenfabrik Europas macht. Rund 500 Mitarbeiter nutzen das Warmwasser im Sozialgebäude des Hüttenwerks Donawitz, um nach der Schicht zu duschen. Das bedeutet, dass jeweils zu Schichtende eine Warmwassermenge von 26.600 Litern zur Verfügung stehen muss.

Dass auch wirklich kein Mitarbeiter auf hygienisches Warmwasser verzichten muss, dafür sorgt das patentierte Hoval System: die Speicherladestation TransTherm aqua LS.

Die Hoval TransTherm aqua LS ist ein fertig montiertes Speicherladesystem mit zwei Wärmetauschern für hygienische Warmwasserbereitung im Speicher-Ladeprinzip, das speziell für niedrige Rücklauftemperaturen konzipiert wurde und auch, wie auch im Hüttenwerk Donawitz, bei großen Anlagen zum Einsatz kommt.
 
Die Hoval Trinkwasser-Systeme erzeugen Warmwasser über verschieden konzipierte Wärmetauscher-Systeme und ohne große Bevorratung. Die bekannten Hygieneprobleme von großen Wasserspeichern werden dadurch verhindert. Das Vermeiden zu großer Wassermengen steigert darüber hinaus auch die Effizienz. Die individuelle Auslegung der Systeme macht die Hoval Lösung besonders flexibel im Einsatz, denn es wird nur so viel Warmwasser bereitgestellt, wie auch tatsächlich verbraucht wird. Genau mit dieser Technologie konnte Hoval bei der voestalpine in Donawitz punkten.

Technische & gesetzliche Herausforderungen

In Österreich müssen zentrale Trinkwassererwärmungsanlagen gemäß der derzeit gültigen ÖNorm B5019 geplant und ausgeführt werden. Die Norm schreibt ein ständiges „Nachheizen“ der Zirkulation vor. Das heißt, dass beim Wärmetauscher eine Zirkulationstemperatur von mindestens 55° C ankommen muss. Bei herkömmlichen Systemen bedeutet dies, dass aus physikalischen Gründen auch während der Zapfruhe ein höherer Rücklauf als 55° C zustande kommt. Dadurch geht die Energieeffizienz, die moderne Heizsysteme wie beispielsweise Brennwertkessel, Fernwärmestationen oder Solaranlagen bieten, wieder verloren.

Was ist das Besondere am Hoval System?

Das Trinkwassererwärmungssystem TransTherm aqua LS basiert auf einer zweistufig kaskadierten Speicherladung. Der Zirkulationsrücklauf und soweit vorhanden der Speicherladevolumenstrom werden im Nachwärmer kontinuierlich auf die hygienisch erforderliche Trinkwassertemperatur aufgeheizt und dann in den oberen Bereich des Trinkwarmwasserspeichers eingeleitet.

 

Im Vorwärmer erfolgt eine Rücklaufauskühlung während der Speicherladung. Sobald der Trinkwarmwasserspeicher einen definierten Ladezustand erreicht hat, wird dazu die Speicherladepumpe mit der Führungsgröße auf die Ladekreisrücklauftemperatur geregelt. Das zweistufige Speicherladesystem TransTherm aqua LS bewirkt heizwasserseitig sehr niedrige Rücklauftemperaturen bei sehr geringem und nahezu konstantem Heizwasservolumenstrom. Es eignet sich für Fernwärmesysteme und Brennwertkessel sowie Wärmepumpen- und Solarthermie-Anlagen und entspricht den Anforderungen eines Low-Energy-Systems. Durch die permanente Erwärmung des Zirkulationsvolumenstromes und die hydraulische Einbindung des auf Solltemperatur erwärmten Trinkwassers im oberen Teil des Trinkwasserspeichers wird eine ungestörte Schichtung im Speicher erreicht. Mitentscheidend für einen sicheren Betrieb nach Trinkwasserverordnung und der ÖNorm B5019 ist die Hoval Systemregelung TopTronic E.

Durch das von Hoval patentierte 5-Leitersystem mit eigenem Zirkulationswärmetauscher gelingt es, die Ladung „einstellbar“ wesentlich zu verlängern, indem der Wärmetauscher auf eine „Grädigkeit“ geregelt wird. Dabei gelingt es, die Rücklauftemperatur für 24 Stunden am Tag auf einem Wert zwischen 25° C und 35° C zu halten. Um die Hygieneanforderungen der ÖNorm zu erfüllen, wird diese Regelung in einem einstellbarem Zeitrahmen unterbrochen und eine entsprechende „thermische Desinfektion“ gefahren. So punktet das Hoval System in Bezug auf Energieeffizienz und maximale Kosteneinsparung.

Maximale Effizienz dank optimaler Regelungsmöglichkeiten

Die Hoval Systemregelung TopTronic E sorgt für eine einfache und intuitive Bedienung der Hoval Lösung und visualisiert das Gesamtsystem. Auf der Bedienoberfläche werden Ladungszustände, Temperaturen, Pumpendrehzahlen sowie die Stellungen der Regelventile angezeigt. Dank dieses Konzepts sind bedarfsgerechte Anpassungen wesentlich einfacher möglich. Bei größeren Anlagen ist eine Online-Anbindung empfehlenswert. Dies schafft weitere Optimierungsmöglichkeiten aus der Ferne – eine perfekte Lösung für Anlagen, bei denen nicht ständig eine Person vor Ort ist. Im Falle einer Störung sind Online-Kunden auf der sicheren Seite. Sollte einmal eine Störung auftreten, so wird diese auf Wunsch gleich online an den Hoval Kundendienst übermittelt. Zudem zeigt das System die Störung nicht mit einem unverständlichen Code an, sondern erklärt sie in Klartext: Einfach genial, genial einfach eben. Die Regelung informiert im Online-Betrieb den Anlagenbetreiber und Hoval automatisch, wenn die Hoval Lösung gewartet werden muss.